Rutschfeste Sicherheitsschuhe für nasse Böden: Kennzeichnung und Auswahl

Rutschfeste Sicherheitsschuhe für nasse Böden: Kennzeichnung und Auswahl

Rutschunfälle gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen überhaupt, und nasse Böden sind der Klassiker: frisch gewischter Hallenboden, regennasses Gerüst, öliger Werkstattboden. Rutschfeste Sicherheitsschuhe senken das Risiko messbar, wenn Sohlentyp und Untergrund zusammenpassen.

Was rutschfest bei Sicherheitsschuhen bedeutet

Die Rutschhemmung wird genormt geprüft und am Schuh gekennzeichnet. Nach aktueller Norm ist die Grundprüfung auf Keramikboden mit Reinigungsmittel für alle Sicherheitsschuhe verpflichtend, eine erweiterte Kennzeichnung (SR) steht für zusätzlich geprüfte Rutschhemmung auf Keramik mit Glyzerin. Ältere Modelle tragen noch die bekannten Kennzeichnungen SRA, SRB oder SRC. Für die Praxis heißt das: Die Angabe in der Produktbeschreibung prüfen und im Zweifel zur höchsten verfügbaren Stufe greifen.

Sohle und Untergrund müssen zusammenpassen

  1. Glatte, nasse Innenböden: feines, dicht verteiltes Profil mit viel Kontaktfläche und weicherer Gummimischung greift am besten.
  2. Matsch, Erde, nasses Gerüst: grobes, selbstreinigendes Profil, das sich nicht mit Schlamm zusetzt.
  3. Öl und Fett: ölbeständige Sohle plus Rutschhemmung, sonst quillt der Gummi und verliert Grip.

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Der unterschätzte Faktor: Sohlenverschleiß

Die beste Rutschhemmung nützt nichts, wenn das Profil abgelaufen ist. Ein Schuh mit glatt getretener Sohle ist auf nassem Boden gefährlicher als ein neuer Schuh der niedrigeren Stufe. Faustregel: Sobald das Profil an der Ballenzone sichtbar flach wird, ist der Schuh fällig, unabhängig vom Alter.

Häufige Fragen

Welche Kennzeichnung brauche ich für nasse Böden?

Die höchste am Markt verfügbare Rutschhemmungs-Stufe des jeweiligen Modells, bei neuen Modellen die SR-Kennzeichnung, bei älteren SRC. Die Angabe steht in der Produktbeschreibung.

Hilft ein grobes Profil immer?

Nein. Auf glatten Innenböden greift feines Profil mit viel Kontaktfläche besser, grobes Profil ist für weiche, verschmutzte Untergründe gebaut.

Wie oft sollte man Schuhe bei Nass-Einsätzen tauschen?

Nach Profilzustand, nicht nach Kalender. Bei täglichem Einsatz auf abrasiven Böden ist die Sohle oft nach 12 Monaten durch.

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